Wenn wir uns verstehen...
Wenn wir uns verstehen...

Können wir erfolgreich verhindern, dass uns der andere versteht? Ja, das können wir und wahrscheinlich ist es genau diese Sprache, die uns im Alltag immer wieder begegnet: Analysen, Anklagen, Beschuldigungen und Vorwürfe. Sie verhindern, dass wir in angenehmer, ehrlicher Verbindung sind und dass wir unsere Ziele erreichen.

Es geht in der Methode der Gewaltfreien Kommunikation darum, Beweggründe klar zu äußern und damit den anderen einzuladen, zur Erfüllung Ihrer Bedürfnisse beizutragen.


Um das "Sagen" und "Hören" zu erleichtern, können Sie dies in vier Schritten ausdrücken:
1. Situation: was habe ich gesehen, gelesen, gehört?
2. Gefühl: wie geht es mir damit?
3. Bedürfnis: was ist mir wichtig?
4. Bitte: um was möchte ich den anderen bitten?


Ein Beispiel:

Ein Kollege hat Ihnen zugesagt, Ihnen bis um 16 Uhr eine Präsentation zuzusenden. Nun sitzen Sie um 18 Uhr noch immer im Büro und warten darauf. Eventuell sind Sie ärgerlich, weil Sie pünktlich zu Hause sein möchten oder weil Sie noch einen anderen Termin haben.
Ein Anruf bei Ihrem Kollegen könnte so ablaufen:
"Es ist eine Frechheit, dass Sie mir die Präsentation nicht zusenden. Sie sind immer so unzuverlässig und wirken auf mich völlig unkollegial."

Nach diesem Telefonat ist es wahrscheinlich schwierig herauszubekommen, warum der Kollege bisher die Präsentation nicht geschickt hat. Da der Kollege von Ihnen Vorwürfe und Urteile hört, kann es sein, dass er seinerseits mit einem verbalen Angriff reagiert.

Als Ergebnis streiten Sie sich beide über Werte wie Verlässlichkeit und Kollegialität. Ihrem Ziel, die Präsentation zu erhalten, sind Sie jedoch keinen Schritt näher gekommen.

Der Anruf bei Ihrem Kollegen könnte auch so ablaufen: 
"Wir hatten vereinbart, dass Sie mir bis 16 Uhr die Präsentation zusenden. Bisher habe ich diese nicht bekommen (Beobachtung). Ich bin gerade sehr ärgerlich (Gefühl) und brauche Klarheit darüber (Bedürfnis), bis wann ich mit der Präsentation rechnen kann (Bitte)." Mit Ihrer Aussage ist es dem Kollegen möglich zu hören, dass Sie ärgerlich sind, weil Ihnen Klarheit wichtig ist. Sie haben nun eher die Chance zu erfahren, was  der Grund für sein Verhalten ist und können eine Lösung vereinbaren, die Ihr Bedürfnis nach Klarheit erfüllt.

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